Wie wir zwölf Roboter auf einen einzigen BPM synchronisieren
Millisekundengenaue Synchronisation über eine ganze Flotte ist keine Magie — sie ist ein sorgfältig aufgebauter Stapel aus Netzwerk-Timing, Vorab-Laden von Bewegungsdateien und einem Trigger-Protokoll, das wir seit zwei Jahren verfeinern.
Millisekundengenaue Synchronisation über eine ganze Flotte ist keine Magie — sie ist ein sorgfältig aufgebauter Stapel aus Netzwerk-Timing, Vorab-Laden von Bewegungsdateien und einem Trigger-Protokoll, das wir seit zwei Jahren verfeinern. Hier ist, was wirklich dahintersteckt.
Der schwierigste Teil sind nicht die Roboter. Es ist das Netzwerk. Ein einziger verlorener Datenpaket im falschen Moment bedeutet, dass eine Einheit zu spät auslöst — und zu spät liest sich bei dieser Größenordnung für ein Publikum wie kaputt. Deshalb verlassen wir uns für den eigentlichen Trigger nicht auf das Netzwerk — wir nutzen es nur zur Vorsynchronisation und schalten dann auf einen lokalen Timer auf jeder Einheit um.
Jeder Roboter führt eine vorab geladene Bewegungsdatei aus. Der Trigger ist ein per Broadcast gesendetes UDP-Paket mit einem gemeinsamen Epochen-Zeitstempel. Jede Einheit berechnet ihren eigenen Offset und löst aus dem lokalen Speicher aus. Bis das Paket ankommt, liegt die Bewegung bereits im RAM.
Das Ergebnis: ±1 ms über zwölf Einheiten. In der Praxis ist das für jeden zusehenden Menschen nicht von null zu unterscheiden. Aber wir messen weiter — denn der Tag, an dem wir aufhören, ist der Tag, an dem es zu driften beginnt.
Wir stellen derzeit auf eine Hardware-Sync-Leitung für Outdoor-Shows um, wo Funkstörungen selbst ein zuverlässiges lokales Netzwerk zum Jittern bringen können. Das Prinzip bleibt dasselbe: alles vorab laden, einmal auslösen, der lokalen Uhr vertrauen.
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